Meine ersten Akkus in Batterieform AA waren 500 mAh-Akkus von hama. Allerdings habe ich damals bei einer Erlebnisführung in der Kluterthöhle in Ennepetal auch erfahren, dass Akkus am Ende ihrer Kapazität SEHR plötzlich ihr Lichtlein aushauchen – im wahrsten Wortsinn, denn meine Stabtaschenlampe wurde innerhalb von Sekunden dunkel. Zum Glück hatte ich noch ein paar Freunde dabei, die auf richtige Batterien gesetzt hatten.
Seitdem hat sich einiges geändert, vor allem der Leistungshunger moderner elektrischer Geräte, besonders bei intensiver Nutzung von LCD-Displays wie bei Digitalkameras. Viele Digitalkameras und wahrscheinlich alle Mobiltelefone verfügen über Spezial-Akkus, für diese Geräte benötigt man keine Batterien mehr.
Trotzdem werden noch genug Geräte mit Batterien des Typs AA betrieben, wie z.B. Spielzeug, meine erste digitale Kamera (eine Olympus C-830L mit 1,3 (eins-komma-drei!) Megapixel) und auch meine aktuelle Pentax Spiegelreflex.
Mehrfach habe ich deswegen seit den ersten Akkus neue, leistungsfähigere gekauft, auch als Ersatzpack für unterwegs. Der letzte Kauf war ein 4er-Pack der Hybrio-Akkus von Uniross, mit denen ich jetzt vor allem meine digitale Spiegelreflex-Kamera betreibe. Die Kamera und die bereits erwähnte Stabtaschenlampe sinde typische Beispiele für akkubetriebene Geräte, in denen Akkus lange verbleiben und nur unregelmäßig genutzt zu werden.
Die Besonderheit der Hybrio-Akkus ist, dass sie zur speziellen Familie der Akkus mit dem Begriff LSD-NiMh gehören. LSD steht im Zusammenhang mit NiMh-Akkus für “Low Self Discharge”, also “langsame Selbstentladung”.
Ich habe mit der Langlebigkeit meiner Hybrio-Akkus sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Start-Kapazität liegt allerdings auch bei 2100 mAh, im Gegensatz zu meinen “normalen” NiMh-Akkus (“Varta Photo Accu”), die “nur” 1600 mAh haben – nicht zu reden von meinen NiCd-Akkus economi von Friwo, die noch weniger Startkapazität haben: 800 mAh.

Meine Akku-Familie
Allerdings habe ich jetzt durch einen Akku-Langzeittest der c’t erfahren, dass meine Hybrios von allen getesteten Modellen die größte Selbstentladung bzw. nach 12 Monaten die niedrigste Restkapazität haben.
Am Besten haben die Eneloops von Sanyo durchgehalten. Alle anderen Testergebnisse und Details in der aktuellen c’t 15/2009:
Mit Kapazitätsrekorden von 3200 mAh preisen Anbieter ihre Mignon-Akkus an. Doch die Zellen verlieren nach wenigen Monaten die Hälfte ihrer Ladung. Die Branche hat das Bedürfnis nach beständigeren Stromlieferanten lange ignoriert, bevor sie NiMH-Akkus mit deutlich reduzierter Selbstentladung anbot. Wie gut diese funktionieren, zeigen unsere Langzeitmessungen.
Fazit:
Wer Akkus langlebig einsetzen will, sollte den Kauf von LSD-NiMh Akkus erwägen, auch wenn sie im Gegensatz zu NiMh-Akkus mit höherer Kapazität etwas teurer sind.
Für sehr hohe Leistung, wie sie etwa in Blitzlichtgeräten für Spiegelreflexkameras erforderlich ist, sollte man entweder direkt echte Alkaline-Batterien einsetzen oder diese wenigstens als Ersatz dabeihaben – damit der Blitz bei einmaligen Ereignissen, wie z.B. einer Hochzeitsfeier, nicht schlapp macht. Aber wer ein externes Blitzlichtgerät sein eigen nennt, der wusste das sowieso schon
Update 22.07.09
Habe eine kleine Ergänzung zu diesem Artikel geschrieben, wie man Akkus wiederfindet.
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