In Zeiten, als noch nicht jeder Bundesbürger statistisch gesehen 1,3 Mobilfunkverträge besaß, gab es in den Radio-Verkehrsnachrichten manchmal Suchmeldungen, vor allem während der Urlaubszeit. Dies geschah nur dann, wenn ein Mensch gestorben war und die Angehörigen wurden gesucht bzw. gebeten, zu Hause anzurufen. Mit der großen Verbreitung von Handys sind diese Suchmeldungen sehr selten geworden, da Angehörige auch unterwegs über ihr Handy leicht zu erreichen sind.
Umgekehrt ist das schon viel schwieriger, wenn jemand einen Unfall hat und Angehörige zu Hause benachrichtigt werden sollen. Das Handy-Telefonbuch eines Unfallopfers kann zur Ermittlung nur schwer genutzt werden, da es oft sehr viele Einträge enthält, und anhand der Einträge nicht klar ist, wer Angehörige sind.
Die Initiative "IN – ImNotfall" soll hier Abhilfe schaffen. Die Idee ist, dass jeder Handy-Besitzer einen oder mehrere Adresseinträge in der Form
IN + Name einer Kontaktperson
mit der entsprechenden Telefonnummer anlegt, also z.B. "IN Ehepartner/in", "IN Eltern", "IN Kinder".
Unfallhelfer können dann im Telefonbuch leicht nach dem IN-Eintrag suchen und Angehörige informieren und möglicherweise sogar wichtige Informationen erhalten, z.B. über Allergien oder andere Erkrankungen. Natürlich sollten die Angehörigen auch darüber informiert sein, dass man sie als Kontaktperson eingetragen hat.
Die Idee kommt aus Grossbritannien, wo sich die Initative "ICE" (In Case of Emergency) nennt. Die Webseite ist zur Zeit in Überarbeitung, deswegen noch der Hinweis auf eine amerikanische ICE-Seite.
Hier in Deutschland führt diese Abkürzung allerdings leicht zu Verwirrung mit einem bekannten Zug der Bahn. Deswegen die Abkürzung IN. Genaueres auf den FAQ-Seiten der "IN"-Initiative.
Dass diese Nummer trotzdem nie gebraucht wird, wünsche ich allen meinen Lesern und Teilnehmern der Initiative.
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Tags: Alltag, Handy, Notfall, Tipps
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